#querbeet. 1.500 SchülerInnen waren dabei – „Anne Frank Ausstellung. Lasst mich ich selbst sein“: 6 Monate durch 1 Region, 7 Schulen, 28 junge Guides, 2 Kulturhäuser

Habt ein hörendes Herz (König Salomon, Zeitzeuge Roderich Philippi im Gespräch)

Kulturvermittlung an Schulen – ein Schwerpunktjahr für junge Menschen neigt sich dem Ende zu.

 


Für sechs Monate hat das  Projekt Querbeet die Ausstellung „Anne Frank. Lasst mich ich selbst sein“ in die Region geholt. In Kooperation mit dem Anne Frank Verein Österreich ist es gelungen in sieben Schulen (Polytechnikum, HBLW, HIB, HTL, NMS Lofer, NMS Bahnhof Saalfelden, Vogelsangschule) und zwei Kulturhäusern mit über 1.500 junge Menschen über die Vergangenheit und die Gegenwart zu diskutieren.

Das Prinzip von Querbeet: Partizipation und Dialog – gemeindesepzifisch und prozessorientiert gedacht. Aus diesem Grund wurde auch das Anne Frank Ausstellungsformat gewählt indem die Jugendlichen selbst berichten und selbst gestalten: 28 junge Menschen wurden zu sogenannten  Guides ausgebildet und leiteten anschließend SchülerInnen, Eltern, LehrerInnen und Interessierte durch die Ausstellung. Mit eigenen Worten und eigenen Ideen angereichtert berichteten sie über die Geschichte Anne Franks und stellten gleichzeitig den Kontext zum Heute dar. Die Ausstellung greift gegenwärtige Fragen zu Identität, Gruppenzugehörigkeit und Diskriminierung direkt auf und ermutigt zum Einsatz für Freiheit, Gleichberechtigung und Demokratie.

 

Höhepunkt waren die beiden öffentlichen Ausstellungen im Theater Lofer und im Kunsthaus Nexus. In anschließenden Diskussionen mit ExpertInnen aus der Migrations- und Diskriminierungsforschung und den SchülerInnen wurde über die Ausstellungserfahrungen, aber auch über die gegenwärtige Situation von Ausgrenzung diskutiert. Mit dabei waren auch Bürgermeister, BildungswerkleiterInnen, Regionalverbände, Kunst- und KulturakteurInnen und Interessierte. Dabei legten die Ausstellung und das Podium den Fokus darauf, dass junge Menschen berichten und nicht Erwachsene vorgeben wie die Gegenwart funktioniert und zu gestalten ist.

„Habt ein hörendes Herz“ (König Salomon), das war wohl der eindringlichste Satz des Zeitzeugen Roderich Philippi aus Bergheim. Er selbst trat als Jugendlicher mit seiner Familie die Flucht von Rumänien über Wien nach Mittersill an. Im Kunsthaus Nexus berichtete er vom Höhenrausch der HJ und von den überaus freundlichen ÖsterreicherInnen die den Flüchtenden in der Not halfen. Ob und in welcher Form wir die Geschichte weiterschreiben, das war das Fragezeichen der jungen Menschen. Sie selbst plädieren für eine gleichberechtigte und gemeinsame Gesellschaft und werden auch dafür eintreten.

EINLADUNGSHEFT

Anne Frank_Einladung

 

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Projektträger:

 

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